2. Orchesterkonzert - Weihnachtskonzert

Samstag, 19. Dezember 2020, 19.30 Uhr                                      im Kurtheater Bad Homburg

Südwestdeutsches Kammerorchester (Foto: Sebastian Seibel)

 

KÜNSTLER

 

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim

Douglas Bostock Dirigent

Hélène Boulègue Querflöte

 

PROGRAMM

 

Felix Mendelssohn Bartholdy - Streichersinfonie Nr. 6 Es-Dur

Carl Philipp Emanuel Bach - Konzert für Flöte, Streicher und Cembalo d-Moll, Wq. 22

Georg Friedrich Händel - Concerto grosso für Streicher und Cembalo op. 6 Nr. 2 F-Dur

Hubert Parry - English Suite

 

Änderungen vorbehalten.

Hélène Boulègue (Foto: Daniela Mars)

Hélène Boulègue, Querflöte

 

Hélène Boulègue ist Gewinnerin des Internationalen Flötenwettbewerbs in Kobe (Japan) 2017 und zweite Preisträgerin des Internationalen Wettbewerbs Prager Frühling 2015.
Sie studierte in Paris und Karlsruhe und bekam ihre erste Stelle beim Orchestre Philharmonic du Luxemburg bereits mit neunzehn Jahren. Darüber hinaus war sie Soloflötistin des SWR-Symphonieorchesters und wurde von namhaften Orchestern, wie den Berliner Philharmonikern, dem Orchestre de Paris und der Rotterdam Philharmonic eingeladen.
Hélène Boulègue hat mehrmals in Japan gespielt, in Recitals, Kammermusikbesetzungen oder als Solistin mit dem Tokyo Symphony Chamber Orchestra.
Sie hat sämtliche Werke für Flöte von André Jolivet für das Lavel Naxos aufgenommen. Im März 2020 wurde sie dafür im „Pizzicato Magazine“ mit einem Supersonic Award ausgezeichnet. Bei ihrem Spiel „spürt man ihre Hingabe in jedem Werk und die Freude und Leichtigkeit im Spiel machen das Zuhören zu einem wahren Vergnügen“- schrieb die Zeitschrift.
Ihr  Debut-Album wurde auch für die International Classical Music Awards 2020 nominiert.
Hélène Boulègue arbeitet mit dem Education Department der Philharmonie Luxemburg zusammen und entwickelt dort eigene Konzepte für Kinderkonzerte.

Douglas Bostock (Foto: Miyashita Hiro)

Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim

 

Ein frischer und packender musikalischer Zugriff und stilistische Vielfalt von der Alten bis zur Neuen Musik sind die Erkennungszeichen des Südwestdeutschen Kammerorchesters Pforzheim. Das in der Basis mit vierzehn Musikern aus sieben Nationen besetzte Ensemble ist eines der ganz wenigen „Full-time“-Kammerorchester: So wird eine außergewöhnliche Homogenität und Flexibilität des Klangbildes möglich, die auch in größerer Besetzung mit Bläsern und weiteren Streichern aus einem festen Musikerstamm erhalten bleibt.


Gegründet wurde das Südwestdeutsche Kammerorchester im Jahr 1950 von dem Hindemith-Schüler Friedrich Tilegant. Rasch fand das Ensemble internationale Anerkennung: Man sprach vom „Tilegant-Sound“, der bei den Festspielen in Salzburg, Luzern und Leipzig und auf weltweiten Konzertreisen zu hören war. Maurice Andre, Dietrich Fischer-Dieskau, Frans Brüggen und Yehudi Menuhin waren nur einige der musikalischen Größen, mit denen das „Südwestdeutsche“ zusammenarbeitete. Nach der Tilegant-Ära wurde das Orchester vor allem durch Paul Angerer, Vladislav Czarnecki und Sebastian Tewinkel geprägt. Mit Beginn der Konzertsaison 2013/14 übernahm Timo Handschuh die Position des Künstlerischen Leiters und entwickelt seitdem Klang, Stilistik und Programmatik dieses ebenso traditionsreichen wie innovativen Ensembles weiter.


Auf seinem Erfolgsweg hat das Südwestdeutsche Kammerorchester neben etlichen Rundfunkaufnahmen etwa 300 Schallplatten und CDs eingespielt, von denen eine ganze Reihe mit internationalen Preisen ausgezeichnet wurden. Zahlreiche Uraufführungen (Jean Francaix, Harald Genzmer, Enjott Schneider, Mike Svoboda) belegen seine Kompetenz auch für die zeitgenössische Musik.


Auch in jüngerer Zeit musizierte das Kammerorchester mit international bekannten Solisten wie Nigel Kennedy, Mischa Maisky, Cyprien Katsaris, Christian Tetzlaff oder Lars Vogt und war in ganz Europa (Festival Prager Frühling, Schleswig-Holstein-Musikfestival, Schwetzinger Festspiele, Festival Euro Mediterraneo Rom, OsterKlang Wien, Sala Verdi Mailand, Auditorio Nacional Madrid, Berliner Philharmonie), in den USA und in Japan zu Gast. Daneben erweiterte es seine Bandbreite durch neue Programmideen und Projekte in den Bereichen Weltmusik (Giora Feidman), Jazz (Nigel Kennedy, Sebastian Studnitzky), Crossover (Fools Garden), Musik und Literatur (Iris Berben, Senta Berger, Hannelore Hoger), Kabarett (Lars Reichow), Oper (Manfred Honeck), Tanz (Nina Corti, Bettina Castano) und Figurentheater.