Abschlusskonzert - 5. Orchesterkonzert:

Freitag, 4. Mai 2018, 19:30 Uhr

 

Württembergisches Kammerorchester Heilbronn

 

Dirigent: N. N.

 

Solistinnen: Franziska Hölscher (Violine), Sofja Gülbadamova (Klavier)

 

 

Programm u. a.:

 

Marco Enrico Bossi – Intermezzi Goldoniani op. 127
Carl Nielsen – Little Suite for strings a-Moll   
Felix Mendelssohn Bartholdy – Konzert für Violine, Klavier und Streichorchester d-Moll

 

 

Informationen zum Karten- und Abonnementverkauf

Änderungen vorbehalten.

Franziska Hölscher (Violine)

 

„Große Expressivität, virtuose Gestaltungskraft, bezaubernder Ton“ (ST 26.4.2016) zeichnen Franziska Hölschers hochgelobte Auftritte aus.

 

Geboren in Heidelberg, begann Franziska Hölscher im Alter von 5 Jahren mit dem Violinspiel. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Ulf Hoelscher und Thomas Brandis in Karlsruhe und Lübeck. 2013 schloss sie ihr Studium bei Nora Chastain in Berlin ab.

1999 machte sie auf sich aufmerksam, als sie im Alter von 17 Jahren den 1. Preis beim internationalen Rundfunkwettbewerb in Prag erhielt. Zwei Jahre später debütierte sie an der Seite von Martha Argerich und konnte Publikum und Presse überzeugen. Inzwischen ist sie regelmäßiger Gast bei allen bedeutenden deutschen Musikfestivals und gehört zu den gefragtesten Geigerinnen der jungen Generation.

Auf ihrem Weg wird sie von der Studienstiftung des deutschen Volkes, von der Deutschen Stiftung Musikleben, der Stiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz und dem Deutschen Musikrat mit Stipendien unterstützt.

 

Ihre große Leidenschaft gilt der Kammermusik- so ist sie Kammermusikpartnerin von Mojca Erdmann, Andreas Ottensamer, Martha Argerich, Martin Helmchen, Severin von Eckardstein, Ivry Gitlis, Antje Weithaas, Nils Mönkemeyer, Marie-Elisabeth Hecker, Maximilian Hornung, Christian Poltéra und Julian Steckel. Eine enge künstlerische Zusammenarbeit verband sie mit dem Autor Roger Willemsen. Aktuell arbeitet sie mit der Schauspielerin Maria Schrader zusammen. Sie ist regelmäßig zu Gast bei der Bachwoche Ansbach, den Schwetzinger Festspielen, dem Schleswig- Holstein Musik Festival, dem Kissinger Sommer, der Schubertiade Schwarzenberg, dem Rheingau Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Heidelberger Frühling und konzertiert als Kammermusikerin und Solistin mit führenden Orchestern Deutschlands in der Kölner und Berliner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, dem Gewandhaus Leipzig, der Stuttgarter Liederhalle, der Tonhalle Zürich, dem Concertgebouw Amsterdam, dem Palais des Beaux Arts Brüssel, im Musikverein Wien und im Rudolfinum Prag. Konzertreisen führen sie durch ganz Europa, Asien und in die USA.

 

Rundfunk- und Fernsehaufnahmen bei sämtlichen deutschen Radiosendern sowie Rundfunk- und Fernsehanstalten aus dem europäischen Ausland und Asien dokumentieren ihr solistisches und kammermusikalisches Können. Zudem trat sie in der Sendereihe „Musikdebüt“ des SWR Fernsehens auf. Darüber hinaus engagiert sie sich für das von Lars Vogt initiierte Projekt „Rhapsody in School“.

 

Zukünftige Engagements führen sie erstmals ins Concertgebouw Amsterdam, das De Doelen Rotterdam, die Tonhalle Düsseldorf und ins Festspielhaus Baden-Baden. Sie wird in die Berliner Philharmonie, das Konzerthaus Berlin, das Concertgebouw Eindhoven, wiederum ins Concertgebouw Amsterdam, zum Schleswig-Holstein Musik Festival und zu den Festspielen Mecklenburg- Vorpommern zurückkehren. Gemeinsam mit dem Pianisten Benjamin Moser und Chaussons Doppelkonzert unternimmt sie eine Tournee durch Deutschland und die Schweiz, begleitet vom ARD-preisgekrönten Gémeaux Quartett. Mit Liza Ferschtman, Nils Mönkemeyer, Danjulo Ishizaka und Severin von Eckardstein ist sie auf ausgedehnter Europatournee. Darüber hinaus ist sie in verschiedenen Kammermusikformationen mit dem Klarinettisten Andreas Ottensamer, der Hornistin, den Pianisten Markus Groh und Lauma Skride, den Bratschisten Nils Mönkemeyer und Isabelle van Keulen und dem Cellisten Maximilian Hornung zu hören.

 

Gemeinsam mit ihrem langjährigen Duopartner Severin von Eckardstein hat sie im vergangenen Jahr die künstlerische Leitung der Kammermusikreihe "Klangbrücken" im Konzerthaus Berlin übernommen.

Franziska Hölscher spielt eine moderne Geige des Pariser Geigenbauers Stephan von Baehr (2011).

Sofja Gülbadamova (Klavier)

 

Sofja Gülbadamova, Preisträgerin und Gewinnerin zahlreicher Wettbewerbe in USA, Frankreich, Spanien, Russland und Deutschland, gewann im Jahr 2008 gleich zwei internationale Klavierwettbewerbe in Frankreich: Den Concours international pour piano in Aix-en-Provence sowie den 6. Internationalen Francis-Poulenc-Klavierwettbewerb, wo ihr außer des 1. Preises zusätzlich noch der Spezialpreis für die beste Interpretation der Werke von Poulenc zuerkannt wurde. Im Juli 2010 gewann sie den Grand Prix beim Internationalen Rosario-Marciano-Klavierwettbewerb in Wien. Im Oktober 2010 wurde ihr der 2. Preis beim Internationalen Klavierwettbewerb „André Dumortier“ in Belgien verliehen.

Ein besonderes Highlight ihrer bisherigen Laufbahn stellt ihr Auftritt im April 2017 unter der Leitung eines der größten Dirigenten der Gegenwart, Michail Jurowski, mit dem Norrköping Symphonieorchester in Schweden dar. Im Januar 2017 debütierte Sofja Gülbadamova in Rzeszów (Polen) unter der Leitung von Massimiliano Caldi als Solistin im Klavierkonzert Nr.2 von P. Tschaikovsky und spielte anschließend Klavierabende in Wien, Deutschlandsberg und im Brahms-Museum Mürzzuschlag, wobei der letztere vom ORF, Radio Steiermark mitgeschnitten und im Januar sowie im März 2017 gesendet wurde.

 

Zu den wichtigsten Ereignissen der letzten Jahre u.a. ihr Debüt im Internationalen Musikhaus Moskau mit dem Symphonieorchester “Russische Philharmonie” unter der Leitung eines der besten Dirigenten der jungen Generation Dmitri Jurowski (Dezember 2016), im Staatstheater Sarajevo mit dem Symphonieorchester Sarajevo unter der Leitung von Samra Gulamovic (Dezember 2016), beim Internationalen Musikfestival Colmar im Duo mit der Geigerin Julia Igonina (Frankreich, Juli 2016), im Kurhaus Wiesbaden (Dezember 2015), im Teatro Colón in Bogota (August 2015), im Großen Saal der Philharmonie in Sankt Petersburg (Februar 2014), in der renommierten Klavierreihe von Bayer Kultur in Wuppertal und Leverkusen (Februar 2015) sowie der anschließende Auftritt als Solistin mit den Wuppertaler Sinfonikern (September 2015) und am Konzerthaus Berlin (Oktober 2013) sowie beim Festival Cully Classique in der Schweiz im Juni 2014 und beim Pianistenfestival Tübingen im Mai 2013.

 

Sofja Gülbadamovas Debüt bei einem der wichtigsten Klavierfestivals in Deutschland, «Raritäten der Klaviermusik» in Husum im August 2012, markiert einen weiteren wichtigen Schritt in ihrer Laufbahn. Die daraufhin bei dem dänischen Plattenlabel “Danacord” erschienene Sammel-CD der Festivaledition 2012, wo ein großer Teil dem Programm von Sofja Gülbadamova gewidmet ist, wurde von der englischen Zeitschrift Gramophone als Editor Choice Award der Ausgabe im November 2013 besonders hervorgehoben. Im August 2013 war sie erneut zu Gast bei diesem außergewöhnlichen Festival, das mittlerweile zu den Top Ten der internationalen Klavierfestivals weltweit gehört.

In den Jahren 2010-2013 trat Sofja Gülbadamova mit Rezitals, als Solistin mit Orchester sowie in Kammermusikformationen in Deutschland, Frankreich, Belgien, Italien, Holland, England, in der Schweiz, in Chile und Argentinien, in den USA, in Russland und Kazachstan auf. Besonders hervorzuheben sind ihre Auftritte mit Rezitals in Wien im Rahmen der Blüthner-Konzerte im historischen Ehrbar-Saal (Mai 2012) und im Juni 2012 beim Great Lakes Chamber Music Festival in Detroit (USA), wo sie als Partnerin solcher Künstler wie James Tocco, Yehonatan Berick und David Geringas in Erscheinung trat.

 

Seit 1992 konzertiert Sofja Gülbadamova erfolgreich in Russland, Österreich, USA, Polen, Dänemark, in der Schweiz, in den Niederlanden (Beurs van Berlage in Amsterdam) und in Frankreich (Arsenal in Metz, u.a. Cité de la Musique und Salle Cortot in Paris) sowie in vielen Städten Deutschlands als Solistin und mit bedeutenden Orchestern, u.a. der Staatskapelle Weimar, dem Symphonieorchester des staatlichen Rundfunks und Fernsehens Russlands, dem Collegium Instrumentale Halle, der Magdeburgischen Philharmonie, den Bergischen Symphonikern, dem Lübecker Philharmonischen Orchester, der Cappella Istropolitana und der Polnischen Kammerphilharmonie, unter der Leitung von Christian Ehwald, Frank Cramer, Volker Schmidt–Gertenbach, Antoni Wit, Wojciech Rajski und Florian Krumpöck, um nur einige zu nennen.

 

Sofja Gülbadamova gastiert regelmäßig bei renommierten Festivals wie dem Braunschweiger Kammermusikpodium, dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Internationalen Telemann-Festtagen, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Rheingau Musikfestival, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Internationalen Musikfestwochen Luzern (Schweiz), dem Internationalen Festival „Rückkehr“ (Russland), Moulin d’Andé, Festival d’Hardelot, Les Nuits Pianistiques (Frankreich), Pianistische Nächte (Moldavien) und dem Internationalen Muziekzomer Gelderland (Niederlande). Im Sommer 2009 standen Soloabende beim „Schöneberger Musiksommer“, beim Festival „Les nuits du Suquet“ in Cannes sowie beim „Festival de la Vézère“ auf ihrem Programm. Im Sommer 2010 gab sie ein begeistert aufgenommenes Rezital beim französischen Festival „Liszt en Provence“, was zu einer Wiedereinladung im Juli 2012 führte. Sie eröffnete das Festival mit zwei Konzerten am gleichen Abend, indem sie alle Balladen von Liszt, Chopin, Brahms, Debussy und Fauré spielte. Im Jahr 2011 war sie unter anderem bei den französischen Festivals « Les Nuits Pianistiques », Festival de St. Robert und Festival de St. Lizier eingeladen.

 

Sofja Gülbadamova widmet sich mit großer Leidenschaft der Kammermusik. Als Kammermusikpartnerin sehr gefragt, trat sie an der Seite solcher Künstler auf wie James Tocco, Denis Goldfeld, Priya Mitchell, Alexandre Brussilovsky, Gert von Bülow, Mark Drobinsky, Aleksandr Khramouchin, Guillaume Martigné, Quartetto Prometeo, Psophos Quartett, Aviv Quartett und das Quartett Sine Nomine

Im Frühjahr 2009 nahm sie 2 neue CD’s auf, die beim französischen Label „Passavant Music“ erschienen sind: Eine mit den Werken von Sergei Prokofjev, darunter das Klavierkonzert Nr.3 mit der Südwestdeutschen Philharmonie unter Vassilis Christopoulos, und die andere mit einer Auswahl der Werke Johannes Brahms’ sowie Ernst von Dohnányi’s, die in der französischen Presse ausgezeichnete Kritiken erhielt. Im Dezember 2011 erschien ihre zweite Schubert-CD, genau zehn Jahre nach der ersten Aufnahme mit den Werken dieses Komponisten, die im Jahr 2001 aufgenommen wurde.

 

Geboren wurde Sofja Gülbadamova in Moskau (Russland). Ihre musikalische Ausbildung fing sie an der weltberühmten Gnessins’ Spezialmusikschule (später Lyzeum) für hochbegabte Kinder im alter von fünf Jahren in der Klasse von Michail Chochlov an. Sie setzte ihr Studium beim amerikanischen Ausnahmepianisten Prof. James Tocco an der Musikhochschule Lübeck fort, später studierte sie bei Prof. Jacques Rouvier (CNSMD de Paris) und rundete ihre Ausbildung mit der Unterstützung der Zaleski Stiftung an der legendären Ecole Normale de Cortot in Paris ab, wo sie u.a. bei Guigla Katsarava Unterricht nahm und ihr Diplôme Supérieur de Concertiste (Konzertexamen) „à l’unanimité et avec les félicitations du Jury“ (einstimmig und mit den Glückwünschen der Jury) abschloss. Der Jury gehörten unter anderem solch namhafte Pianisten an wie Gabriel Tacchino und Aldo Ciccolini.