2017/2018 - 18. Saison

Die Bad Homburger Schlosskonzerte haben maßgeblichen Anteil an einer Opernproduktion, die das Thema „500 Jahre Reformation“ aufgreift. „Die Herzogin von Guise“,

eine Oper in zwei Akten von Carlo Coccia (1782-1873), nach dem Drama "Heinrich III. und sein Hof" von Alexandre Dumas (Libretto von Felice Romani) greift die Flucht der  Hugenotten, im Zuge der Hugenottenkriege im 16. Jh. in Frankreich, auf. Bad Homburg hat sich hier in Gestalt von Landgraf Friedrich II. von Hessen Homburg einen Namen für Gastfreundschaft und Großmut gemacht, indem er geflüchteten Hugenotten und Waldensern Siedlungsraum zur Verfügung gestellt hat.

Der Italiener Carlo Coccia, Zeitgenosse Rossinis und Donizettis, vertonte diesen Stoff im Stile des Belcanto. Diese Opernproduktion ist eine Deutsche Erstaufführung und in der von uns produzierten Originalfassung auch die erste Aufführung seit mehr als 150 Jahren. Aus Platzgründen findet die Aufführung in der Erlöserkirche (in Kooperation mit der Erlösergemeinde) statt. Mit Orchester und insgesamt 12 Sängerinnen und Sängern wird dieser Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Aber auch unser weiteres Programm birgt Preziosen. Das Württembergische Kammerorchester Heilbronn wird in der kommenden Saison unser „Orchestra in residence“ sein. An dieser Stelle kann man nochmals die Qualität dieses Ensembles hervorheben, die sich in der Zusammenarbeit mit SolistInnen von Weltformat wie Martha Argerich, Maurice André, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, Julia Fischer, Juan Diego Floréz, James Galway, Hilary Hahn, Sabine Meyer, Anne-Sophie Mutter, Ivo Pogorelich, und vielen anderen widerspiegelt.

Mit renommierten Solisten wie Linus Roth (Violine) und Felix Klieser (Horn), der uns beim Kammermusikfest 2016 begeistert hat, sowie dem Duo Gülbadamova/Hölscher, die das wunderbare Konzert für Violine, Klavier und Orchester von Felix Mendelssohn Bartholdy interpretieren werden, hochbegabtem Nachwuchs, wie der erst 23-jährigen Cellistin Ella van Poucke, die gerade den Internationalen Isang-Yun-Wettbewerb in Seoul/Südkorea gewonnen hat, und der Schlagzeugerin Vanessa Porter, die vor zwei Wochen den Schlagzeugwettbewerb beim Deutschen Musikwettbewerb für sich entscheiden konnte, ist jedes der fünf Orchesterkonzerte ein Ereignis für sich.

Unser Mentor-Stipendiat Nuron Mukumi nimmt im Oktober seine erste CD beim renommierten Label GENUIN auf. Für uns ist das der Anlass, diesen jungen höchstbegabten Pianisten, der natürlich sein Können noch weiter entwickeln muss, Seite an Seite mit Meisterpianisten zu stellen, die diesen Weg schon seit Jahren sehr erfolgreich bestreiten. Beim Konzert besteht die Möglichkeit, die neue CD zu subskribieren.

Über Herbert Schuch schreibt der Berliner Tagesspiegel: „Schuch kann am Klavier instrumentieren, vollendete Meisterschaft, die sich am musikalischen Inhalt verwirklicht. Hier hat sich jemand eine Klangkultur an seinen Aussagen entlang erarbeitet, was einem Gesamtkunstwerk nahekommt.“ Mehr Lob geht nicht. Schuch ist einer der herausragenden Pianisten seiner Generation.

„Subtil und präzise, aber dennoch beseelt und temperamentvoll“ umschrieb die Süddeutsche Zeitung das Spiel von Oliver Kern. 2006, bei unserem ersten Kammermusikfest, trat Oliver Kern als aufstrebender junger Pianist auf. Zu dieser Zeit hatte er schon großen Eindruck in der Szene hinterlassen. Mehr als ein Dutzend Mal reüssierte Kern bei internationalen Konkurrenzen, darunter beim Internationalen Klavierwettbewerb in Peking (China), beim Internationalen Klavierwettbewerb in Hamamatsu (Japan) sowie bei mehreren Wettbewerben in Italien und Spanien als Erster oder Zweiter Preisträger. Auch die Jury des ARD-Wettbewerbes überzeugte er. Dem 2. Preis in München – ein erster wurde nicht vergeben – schloss sich im Jahre 2001 der 1. Preis beim Internationalen Beethoven-Wettbewerb Wien an, den er als erster Deutscher überhaupt gewinnen konnte. Heute kommt Oliver Kern als renommierter, weltweit konzertierender Pianist und Professor an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt wieder zu uns nach Bad Homburg.

 

Wie in den letzten Jahren präsentieren wir in einem Abschlusskonzert die teilnehmenden Ensembles unseres Bad Homburger Meisterkurses für Kammermusik.

Darüber hinaus stellen wir Ihnen in einem Preisträgerkonzert das junge Tenero-Quartett vor, welches 2016 den Förderpreis für Kammermusik errang.