Gerlint Böttcher

Seit ihrem fünften Lebensjahr spielt Gerlint Böttcher Klavier, 15-jährig debütierte sie in ihrer Geburtsstadt Frankfurt/Oder als Solistin des Philharmonischen Orchesters mit dem Konzertstück f-Moll von Carl-Maria von Weber.  

Sie erhielt ihre Ausbildung bei Prof. Renate Schorler an der Berliner Musikhochschule „Hanns Eisler“. Ihr Studium beendete sie mit dem Konzertexamen mit „Auszeichnung“: „Gerlint Böttcher…darf von sich behaupten, einen eigenen Bartók -Ton gefunden zu haben…. Respekt einem Konservatorium, das solche Solisten hervorbringt“, schreibt Roman Hinke im Berliner Tagesspiegel über ihre Interpretation des dritten Klavierkonzerts von Béla Bartók mit dem Berliner Sinfonie-Orchester/Konzerthausorchester Berlin im Konzerthaus am Gendarmenmarkt. 

 

Seitdem ist Gerlint Böttcher auf vielen Konzertbühnen Europas und des Nahen Ostens tätig und konzertiert als Solistin renommierter Orchester wie den Berliner Symphonikern, dem Philharmonischen Staatsorchester Halle, dem Philharmonischen Orchester Südwestfalen – Landesorchester Nordrheinwestfalen, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt/Oder und der Jenaer Philharmonie.

 

Sie kann auf eine Reihe von Live-Mitschnitten in Rundfunk und Fernsehen zurückblicken. So wurden ein Recital im Rahmen ihrer Konzerttournee durch den Libanon im Fernsehen sowie ihre Interpretation des ersten Klavierkonzerts von Schostakowitsch in Gera im Deutschlandradio übertragen. Dieser Auftritt wurde Thema der Fernsehdokumentation „Musik ohne Glamour“ des rbb, der sich mit den Hintergründen und der intensiven Vorbereitungsphase dieses Auftritts befasste. Der Film wird mittlerweile international mehrsprachig ausgestrahlt. 

 

Nachhaltig geprägt wurde sie durch die Professoren Georg Sava, Rudolf Kehrer, Bernard Ringeissen, György Sebok und Michael Wosskresensky. 

 

Auf ihrem Debüt-Album widmet sich Gerlint Böttcher Werken von Ravel, Mendelssohn, Liszt und Prokofjew. Erschienen ist die CD „Gerlint Böttcher – Klavier“ bei „querstand“. Ein Schwerpunkt ihres Interesses sind zudem Raritäten der Klaviermusik. So spielte sie 2007 im Rahmen einer mdr-Produktion in Leipzig Werke des tschechisch-österreichischen Komponisten Jan Václav Voříšek (1791-1825) ein. Im Jahr 2010 erschien ihre jüngste CD bei ars musici.

 

Zu ihren Auszeichnungen zählen u. a. der erste Preis beim  internationalen Kammermusikwettbewerb „Isola di Capri“/Italien, der zweite Preis beim Internationalen Musikwettbewerb in Tortona/Italien, ein Diplom beim Internationalen Klavierwettbewerb „Maria Canals“ in Barcelona/Spanien, ein Diplom beim Internationalen 

Klavierwettbewerb in Cava de Tirreni/Italien und die Förderung durch die Gotthard-Schierse-Stiftung Berlin. 

 

Am 9. November 2009 gestaltete Gerlint Böttcher musikalisch die Verleihung des Europapreises der Deutschen Gesellschaft an Hans-Dietrich Genscher anlässlich des 20-jährigen Mauerfalls in Berlin.

Neben ihrer regen Konzerttätigkeit lehrt die Pianistin an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin.

 

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